Was das soll? Ein Elefant und der Titel "Wahnsinnstheater"?

Beides passt zu meinen Lebenserfahrungen. Erfahrungen im Umgang mit psychotischem Erleben, teils euphorisch abgehoben, aber auch zutiefst grau und düster niedergeschlagen. Deren Integration  ins Leben sowie Verstehen der „ver-rückten“ Wahninhalte. Und im Alltag weiter zu bestehen. Selbstbestimmt.  Und vor allen Dingen zufrieden!

 

Der Elefant entstand innerhalb eines Kurses „Ausdrucksmalen“. Man fängt einfach an, die Leinwand mit Farbe zu beschmieren und entdeckt nach einer Weile eventuell ein Motiv, das „raus“ will. Im Endeffekt auch mit total konträren Farben.

 

Es wurde dieser Elefant. Im Nachhinein passt er perfekt zu meinen psychotischen Erlebnissen. In jeder Psychose galt es die Welt zu retten. Von negativen, schädlichen Umwelteinflüssen; von Korruption, Machtgelüsten und Kriegen. Von Benachteiligung und Ausgrenzung. Evolutionsgeschichtlich ist das männliche Geschlecht in der Historie federführend. Eine „Rettung“ der Welt  sah ich in den Psychosen als Aufgabe der Frauen, denn die Männer haben angesichts der aktuellen, globalen Missstände ja versagt.

 

Da machen es die Elefanten möglicherweise geschickter. Elefantenherden werden von einer Leitkuh angeführt, die eine Vorbildrolle innerhalb der Gruppe einnimmt. Man spricht bei Elefanten von einem Matriarchat, analog zum Matriarchat in menschlichen Gesellschaften.

 

Wahnsinnstheater? Das Leben ist kompliziert. Das Theater erlaubt die Darstellung eines inneren und äußeren Geschehens, analog zu dem Bewussten und Unbewussten. Theater erzählt über Menschen, über das Leben. Die Zuschauer können wiedererkennen und Neues entdecken. Ein Bühnengeschehen kann bestätigen oder konterkarieren, kann neue Perspektiven eröffnen, den Blick für Alternativen schärfen. 

Nicht zuletzt war ich jahrelang selbst  aktiv in einer Laienschauspielgruppe.



Um im komplizierten Theater des Lebens zu „über“leben braucht man Wertschätzung, Anerkennung, liebe Freunde. Ein gutes soziales Netz.

Wie auch immer individuell definierbar. Familie, liebgewonnene Lebensgenossen. Manch einer mag lieber für sich sein, vorsichtig im Kontakt zu anderen. Alles ist möglich. Nur nicht aushalten, stillstehen und im Hoffnungslosen verharren.

Seelenzustände integrieren - Selbstbestimmt und zufrieden leben!

Diese Seite versucht über seelische Ausnahmezustände, Erkrankungen zu informieren, reflektieren........

 

- nach sozialpsychiatrischer Grundhaltung und damit besondere Aufmerksamkeit für die soziale Dimension seelischen Leidens. Auf  Spurensuche in die Zukunft einer sozialen,  trialogischen, bedürfnisorientierten Psychiatrie.



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