Dorothea Buck, Jg. 1917, Bildhauerin, war nach freier künstlerischer Tätigkeit, von 1969 bis 1982 Lehrerin für Kunst und Werken an der Fachschule für Sozialpädagogik I in Hamburg. Zwischen 1936 und 1956 erlebte sie fünf schizophrene Schübe. In ihrem ersten Schub wurde sie in den v. Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel zwangssterilisiert.

Dorothea Buck war und ist maßgeblich in der Bewegung der Psychiatrie-Erfahrenen aktiv, die sich Ende der 1980er Jahre zu formieren begann. Sie ist Ehrenvorsitzende des 1992 auch von ihr mitgegründeten "Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener".

Zusammen mit Thomas Bock gründete sie 1989 das erste Psychose-Seminar in Hamburg und warb auf vielen Lesereisen im In- und Ausland für die Idee des Trialogs zwischen Betroffenen, Angehörigen und in der Psychiatrie Tätigen (kurz: Profis).

Ihr bahnbrechender Erlebnisbericht erschien - von Hans Krieger herausgegeben - erstmals 1990 unter dem Pseudonym Sophie Zerchin, ein Anagramm aus SCHIZOPHRENIE. Am 05.04.2017 ist sie 100 Jahre alt geworden!