Bericht zur Mut-Tour 2017, Team 2 Etappe 5

  

Meine 3. Etappenteilnahme! Diesmal: Regensburg – Leipzig: 6,5 Tage, 380 km, 4.200 Höhenmeter. Letzteres verursachte mir im Vorfeld leichte Bauchschmerzen, aber: es hat hervorragend geklappt! Gut, mein Glück war, dass ich die meiste Zeit den 22 Jahre jüngeren Lukas als Pilot vor mir hatte; ich allein mit meinem Mountainbike hätte die vielen Hügel und Berge niemals geschafft und mich auch nicht die rasanten Abfahrten getraut (bis zu 55 km/h).

 

In diesem Jahr war es ja „nur“ wieder eine Mini-Mut-Tour, d. h. unsere 6er-Truppe hatte neben der Streckenbewältigung nebst Nachtlagersuche und Provianteinkäufen täglich bis zu 2 Pressetermine zu bewältigen; Mitfahraktionen und/oder Darbietungen in einzelnen Städten finden erst wieder bei der Mut-Tour 2018 statt.

 

Wenngleich wir relativ gutes Wetter hatten, wurde es jedoch in den Nächten empfindlich kalt und unsere Zelte morgens sehr feucht. Die gefundenen Übernachtungs-Locations entschädigten uns aber meistens, denn fast immer hatten wir Bänke und Tische und Unterstellmöglichkeiten zur Verfügung; ein Mal sogar eine warme Dusche und Tischtennis nebst Kicker (in Sinatengrün (Fichtelgebirge)). Landschaftlich hatte unsere Route ( über Nabburg-Hof-Plauen-Gera-Zeitz) auch einiges zu bieten: unterschiedliches Grün in den Wäldern, frisch gemähte Wiesen und Weiden, Äcker und Flussläufe; Kühe, Schafe, Enten, Ziegen, Pferde, auf der Lauer liegende Katzen, wichtigtuerische Hunde hinter Zäunen. Ab Plauen folgten wir meist dem lohnenden Elster-Radweg. Dem MDR ermöglichten wir dort auch einen interessanten Filmbeitrag.

 

Am letzten vollen Fahrtag knackten wir sogar die 100 km-Marke; bei strahlendem Sonnenschein genossen wir das flache Land und erreichten doch tatsächlich, wie erhofft, 10 km vor Leipzig die dortige zahlreiche Seenlandschaft. Die einzige Nacht, in der es regnete, aber das war unwichtig, denn wir sollten ja nur noch am Folgetag, 26.08.2017, um 11.00 Uhr den Deutschen Patientenkongress Depression im Gewandhaus erreichen und vorher Team 1 treffen, das einen Tag nach uns von Erlangen aus gestartet war. So fuhren also 6 Tandems den Etappenschluss gemeinsam: wir hatten es geschafft und wir können stolz auf uns sein!!